Mit FINKAtransfer wird das erfolgreiche niedersächsische Projekt FINKA („Förderung von Insekten im Ackerbau“) fortgeführt, um die Biodiversität auf Ackerflächen zu stärken und zugleich den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel weiter zu reduzieren. Das Projekt wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betont: „Ich freue mich sehr darüber, dass dieses wichtige Projekt weitergeführt werden kann. Hier wird nicht nur für das Thema Pflanzenschutzmittelreduktion sensibilisiert, sondern es werden konkrete Alternativen aufgezeigt und erprobt. Mein Dank gilt den teilnehmenden Betrieben, die mit großem Engagement gemeinsam an Lösungen arbeiten.“
In acht Betriebspaaren – jeweils ein ökologisch und ein konventionell wirtschaftender Betrieb – werden praxisnahe Bewirtschaftungsstrategien erprobt, die Naturschutz und Wirtschaftlichkeit verbinden. Im Fokus stehen verschiedene Methoden der mechanischen Beikrautregulierung, der Anbau beikrautunterdrückender Sorten, angepasste Saatzeitpunkte und -stärken sowie der Einsatz von Zwischenfrüchten, Untersaaten und Beisaaten. Auf den Projektflächen werden konventionelle Maßnahmen mit Referenzflächen verglichen, um Ertragsdaten und Unkrautaufkommen auszuwerten.
Ein zentraler Baustein von FINKAtransfer ist der gezielte Wissenstransfer in die Praxis. Ergebnisse aus den Versuchen werden aufbereitet und über Feldtage, Workshops, Vorträge und Netzwerktreffen an Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater sowie Fach- und Berufsschulen vermittelt. So unterstützt FINKAtransfer die Umsetzung der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie sowie der Pflanzenschutzmittelreduktionsstrategie.
Das Projekt läuft vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2028 und wird gemeinsam vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) und dem Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V. getragen. Weitere Informationen folgen in Kürze auf der FINKA-Projektseite.