Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Partner unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) hat in Oldenburg gemeinsam mit vier bedeutenden Einrichtungen der niedersächsischen Agrar-, Umwelt- und Transformationsforschung eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Neben der LWK gehören das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) mit dem Ackerbauzentrum sowie der Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen (trafo:agrar) zu den Partnern.
„Mit der Vereinbarung wollen wir unsere Kräfte bündeln, um den tiefgreifenden Wandel in der Agrar- und Ernährungswirtschaft aktiv mitzugestalten und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit des Sektors zu stärken“, betonte Kammerpräsident Gerhard Schwetje bei der Unterzeichnung.
Die Partner wollen ihre Zusammenarbeit in mehreren strategischen Bereichen intensivieren:
- Bündelung fachlicher Expertise
Die Partner beabsichtigen, ihre jeweiligen Kompetenzen stärker zu vernetzen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und innovative Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.
- Gemeinsame Projekte und Forschungsinitiativen
Geplant ist eine engere Zusammenarbeit im Projektwesen – von der gemeinsamen Akquise über die Beantragung bis zur Durchführung. Dadurch sollen größere, interdisziplinäre Initiativen ermöglicht werden, die Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Klimaresilienz, Biodiversität, digitale Landwirtschaft oder Energieeffizienz geben.
- Austausch und Vernetzung über regelmäßige Arbeitssitzungen
Mindestens einmal im Jahr findet künftig eine gemeinsame Arbeitssitzung auf Einladung der LWK statt. Darüber hinaus werden flexible Abstimmungsformate angeboten, um aktuelle Entwicklungen zeitnah zu koordinieren.
- Gemeinsame Fachveranstaltungen
Die Partner wollen häufiger gemeinsam Tagungen, Workshops und Praxisdemonstrationen durchführen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken und Ergebnisse schnell in die Fläche zu tragen.
- Stärkung des Wissenstransfers
Ein zentrales Ziel ist es auch Informations- und Transferkanäle zu schaffen, um neue Erkenntnisse effizienter an landwirtschaftliche Betriebe, Beratungseinrichtungen und weitere Akteure weiterzugeben.
Mit dieser Vereinbarung senden die Partner ein starkes Signal: Nur durch vernetzte Zusammenarbeit lassen sich die Herausforderungen der kommenden Jahre – von Klimaanpassung über Tierwohl und Biodiversität bis hin zur wirtschaftlichen Stabilität – erfolgreich meistern.
„Die neue Kooperation schafft tragfähige Strukturen, die langfristig angelegt sind und auf eine nachhaltige Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Niedersachsen zielen“, so Schwetje.