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Use Case „Biodiversitätsmonitoring“ im Projekt KI-Reallabor Agrar – die Arbeit nimmt Fahrt auf!

Am 21. und 22. April 2026 trafen sich die Projektpartner im Use Case „Biodiversitätsmonitoring“ des Projektes „KI Reallabor Agrar“ (RLA) am Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge der TU Braunschweig. Im Fokus stand die Entwicklung und Erprobung KI-basierter Methoden, um Daten zur Artenvielfalt in der Agrarlandschaft – von Pflanzen bis zur Tierwelt – belastbar zu erheben und gezielt nutzbar zu machen. Der Arbeitsbereich verbindet dabei Feldversuche, Datenerfassung und digitale Auswertung. 
Vertreten waren die Projektpartner von der TU Braunschweig, der Universität Osnabrück, der Hochschule Osnabrück, des Thünen-Instituts, des Agrotech Valley Forum e.V. und des Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V. Neben dem fachlichen Austausch bot das Treffen auch Gelegenheit, sich persönlich besser kennenzulernen. 

Im gemeinsamen Austausch wurden die geplanten Biodiversitätsversuche in Ackerbau und Grünland weiter konkretisiert. Besonderes Augenmerk lag auf dem Versuchsaufbau, vertiefenden Forschungsfragen sowie Ansätzen zur digitalen Erfassung und Auswertung. Deutlich wurde dabei, wie eng die einzelnen fachlichen Perspektiven zusammenhängen und dass ein belastbares Biodiversitätsmonitoring eine wichtige Grundlage dafür sein kann, Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen künftig gezielter zu verstehen und zu nutzen. Damit geht es nicht nur um die reine Erhebung von Daten, sondern auch um die Frage, wie daraus Ansätze für ein besseres Verständnis ökologischer Zusammenhänge und für die landwirtschaftliche Praxis entstehen können.

Von Seiten der Universität Osnabrück wurde zudem eingebracht, dass bereits gute Erfahrungen mit der Auswertung von Drohnenbildern zur Identifizierung von Ackerbegleitkraut im extensiven Grünland vorliegen. Diese Expertise wird im Projekt weiter genutzt.

Um das Verständnis aller Beteiligten füreinander zu fördern, endete das Treffen mit einer praktischen Demonstration: eine mögliche Fläche für den Grünlandversuch wurde mit einer Drohne überflogen. Dabei wurde Bildmaterial aufgenommen, das später für die KI-gestützte Erkennung verschiedener Pflanzenarten genutzt werden soll. So wurde bereits anschaulich, welche Rolle digitale Bilddaten künftig im Biodiversitätsmonitoring des KI-Reallabors Agrar spielen können. Das nächste Präsenztreffen des Use Cases ist für September 2026 in Osnabrück geplant.

Weitere Informationen zum Projekt:

Projektseite des KI-Reallabor Agrar (RLA)
NAN Beitrag