Ein Großteil der Treibhausgas-Emissionen im Ackerbau entsteht bei der Stickstoffdüngung. Beim Mineraldünger werden sowohl bei der Herstellung als auch bei der Ausbringung Treibhausgase freigesetzt. Die Ziele im Klimaschutz erfordern es sowohl in der Landwirtschaft wie auch bei den Unternehmen in der Wertschöpfungskette die Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren.
Das Züchtungsunternehmen KWS – Mitglied im Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V. – sieht sich dabei in der Verantwortung und hat das Forschungsprojekt „Präzise Spotdüngung in Zuckerrüben“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Partnern wurde ein reduzierter Düngemitteleinsatz in Zuckerrüben erprobt. Eine Depotablage von Dünger direkt an der Saatgutpille konnte die Düngemenge im Vergleich zur Oberflächendüngung um 25% reduzieren und dabei den gleichen Zuckertrag erzielen.
Mitstreiter im Projekt sind die Kverneland Group mit ihrer angepassten pneumatischen Einzelkornsämaschine Kverneland Optima, die SKW Piesteritz mit dem Dünger ALZON neo-N sowie die Fachhochschule-Südwestfalen als projektbegleitende Forschungseinrichtung. Das Projekt läuft auf drei landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland.