11. August – Tag des Weizens
Ob als Brot, Brötchen, Kuchen oder Pasta – Weizen begleitet uns jeden Tag. Doch bevor aus einem Weizenkorn ein Lebensmittel wird, steckt dahinter die Arbeit vieler Menschen und ein ganzes Jahr voller Entscheidungen auf dem Acker.
Als wichtigste Getreideart Deutschlands prägt Weizen unsere Kulturlandschaft und trägt wesentlich zur Ernährungssicherheit bei. Der bundesweite Tag des Weizens am 11. August rückt diese bedeutende Kulturpflanze bewusst in den Mittelpunkt und macht auf ihre Rolle für Landwirtschaft, Ernährung und Innovation aufmerksam.
Weizen – eine Kultur mit hohen Ansprüchen
Ein erfolgreicher Weizenanbau beginnt lange vor der Ernte. Standortwahl, Sortenentscheidung, Aussaattermin, Düngung und Pflanzenschutz müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig stellen klimatische Änderungen mit zunehmenden Wetterextremen, begrenzte Ressourcen, volatile Märkte und gesellschaftliche Anforderungen die Landwirtschaft vor immer größere Herausforderungen.
Genau hier setzt die Arbeit des Ackerbauzentrums Niedersachsen an.
Wissen aus der Praxis – für die Praxis
Im Ackerbauzentrum Niedersachsen bearbeiten wir täglich Fragen, die die landwirtschaftlichen Betriebe bewegen:
- Welche Sorten überzeugen unter den Bedingungen von morgen?
- Wie lassen sich Ertrag, Qualität und Ressourcenschutz miteinander verbinden?
- Welche digitalen Verfahren unterstützen fundierte Entscheidungen?
- Wie können Pflanzenschutz und Düngung noch präziser und nachhaltiger erfolgen?
Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse der Agrarforschung und Erfahrungen der landwirtschaftlichen Praxis zusammenzuführen und den Höfen verlässliche Informationen für ihre betrieblichen Entscheidungen bereitzustellen.
Weizen bleibt Zukunft
Auch in diesen herausfordernden Zeiten bleibt Weizen eine der wichtigsten Kulturpflanzen im Ackerbau. Moderne Pflanzenzüchtung, innovative Anbausysteme, Digitalisierung und ein effizienter Ressourceneinsatz tragen dazu bei, den Weizenanbau nachhaltig weiterzuentwickeln.
Am Tag des Weizens möchten wir deshalb nicht nur die Ernte würdigen, sondern auch die Menschen, die mit Fachwissen, Innovation und Leidenschaft jeden Tag daran arbeiten, hochwertige Lebensmittel zu erzeugen.
Starke Partner und innovative Projekte für einen zukunftsfähigen Weizenanbau
Im Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V., dem Träger des Ackerbauzentrums, sind wichtige Akteure für den Weizenanbau vertreten, wie die AG Qualitätsweizenanbau. Diese Plattform vernetzt die gesamten Wertschöpfungskette Backweizen in Niedersachsen, von Züchtung über Praxis, Beratung, Handel, Mühlen und Bäckereien und entwickelt den nachhaltigen Anbau und die Vermarktung von hochwertigem Backweizen weiter.
Im EIP-Projekt „Precise Nitrogen“ erprobten vier landwirtschaftliche Betriebe aus dem Braunschweiger Land digitale Anwedungen zur Optimierung der teilflächenspezifischen Stickstoffdüngung im Winterweizen. Projektpartner waren neben dem NAN e.V. die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit der LUFA Nord-West, die Georg-August-Universität Göttingen mit der Abteilung Agrartechnik, das Julius Kühn-Instituts (JKI) mit seinem Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkennung und die Agvolution GmbH. Alle sind auch Mitglieder im NAN e.V. .
Im laufenden Verbundprojekt „MAGIC-KlimaBack“ werden Backweizensorten erforscht und entwickelt, die bei gleichbleibender Backqualität mit weniger Stickstoffdünger auskommen. Beteiligt sind in dem vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat geförderten Projekt u.a. die NAN-Mitglieder KWS Saat SE & Co. KGaA und das JKI mit seinem Fachinstitut für Strategien und Folgenabschätzung.

„Magische“ Weizensorten für Brot und Klima
Das Verbundprojekt MAGIC-KlimaBack erforscht die Entwicklung von Backweizensorten, die bei gleichbleibender Backqualität mit weniger Stickstoffdünger auskommen. Denn einzelne Sorten haben gezeigt, dass sie den verfügbaren
Precise Nitrogen
Precise Nitrogen Teilflächenunterschiede auf Ackerflächen müssen bei der Stickstoffdüngung berücksichtigt werden, um das volle Ertragspotenzial der Pflanzenbestände auszuschöpfen und gleichzeitig Stickstoffeinträge in die Umwelt zu

Spezielles Ernteverfahren streift nur die Körner vom Halm
Um die Erntefenster des Weizens in der arbeitsintensiven Zeit noch besser auszunutzen, kann der Einsatz eines Ährenpflückers Vorteile bringen. Die Technik punktet durch Flächenleistung, da