Zum Inhalt springen

FINKAtransfer

20210610_Winterweizen_NAN

Wissenstransfer zur Pflanzenschutzmittelreduktion im niedersächsischen Ackerbau

Mehr Biodiversität auf dem Acker und zugleich ein reduzierter Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln – das bleibt Ziel des erfolgreichen niedersächsischen Projekts FINKA. FINKA steht für „Förderung von Insekten im Ackerbau“. Nach Abschluss der ersten Projektphase Ende 2025 geht die Arbeit nun weiter: Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert das Folgeprojekt „FINKAtransfer“. Für die Umsetzung dieses Vorhabens haben sich das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) und das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) e.V. zusammengeschlossen.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betont, wie bedeutsam die Fortsetzung des Projektes FINKA ist: „Ich freue mich sehr darüber, dass dieses wichtige Projekt weitergeführt werden kann. Hier wird nicht nur für das Thema Pflanzenschutzmittelreduktion sensibilisiert, sondern es werden konkrete Alternativen aufgezeigt und erprobt. Mein Dank gilt den teilnehmenden Betrieben, die mit großem Engagement gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Von der Forschung in die Praxis

FINKAtransfer knüpft an das Wissen und die Ergebnisse des Vorgängerprojekts an und setzt auf den bewährten kooperativen Ansatz zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft. Acht Betriebspaare – jeweils ein ökologisch und ein konventionell wirtschaftender Betrieb – entwickeln gemeinsam praxisnahe Bewirtschaftungsstrategien, die Biodiversitätsförderung und Pflanzenschutzmittelreduktion vereinen und dabei wirtschaftlich tragfähig sind.


Getestet werden neben verschiedenen Methoden der mechanischen Beikrautregulierung unter anderem:

  • der Anbau beikrautunterdrückender Sorten,
  • angepasste Saatzeitpunkte und -stärken,
  • der Einsatz von Zwischenfrüchten, Untersaaten und Beisaaten.

Auf den Projektflächen werden die konventionellen Maßnahmen mit Referenzflächen verglichen. Dabei fließen sowohl Ertragsdaten als auch Beobachtungen zum Unkrautaufkommen in die Auswertung ein.

Foto2B_Getreide_Tempel

Wissenstransfer für die Praxis

Ein Schwerpunkt von FINKAtransfer liegt im gezielten Weitergeben von Wissen. Die Erkenntnisse aus den Praxisversuchen werden verständlich aufbereitet und über vielfältige Formate vermittelt:

  • Feldtage auf Projektbetrieben
  • Workshops für Beraterinnen und Berater
  • Organisation von zielgruppengerechten Veranstaltungen gemeinsam mit Berufs- und Fachschulen sowie DEULEN
  • Konzeption von Vortragsveranstaltungen
  • jährliche Netzwerktreffen mit Betrieben aus dem bisherigen FINKA-Projekt und interessierten Landwirtinnen und Landwirten

Ergänzend dazu werden Lehrmaterialien entwickelt und Kontakte zu weiteren themenverwandten Projekten in Deutschland aufgebaut, um Synergien zu nutzen und den Austausch zu fördern.

Projektziele und Laufzeit

FINKAtransfer trägt zur Umsetzung zentraler Strategien des Landes Niedersachsen bei – insbesondere der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie und der Pflanzenschutzmittelreduktionsstrategie.

Das Projekt läuft vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2028.

Projektkonsortium

Das Vorhaben wird gemeinsam vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) und dem Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V. (NAN) umgesetzt.

Diese Partnerschaft spiegelt den grundlegenden Gedanken des Projekts wieder – den Dialog zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft.

  • Projektkoordination: Sabrina Skott (KÖN), S.Skott@Oeko-Komp.de
  • Projektcoach (KÖN): Leen Vellenga, L.Vellenga@Oeko-Komp.de
  • Projektcoach (NAN): Alexandra Spahn, Alexandra.Spahn@Netzwerk-Ackerbau.de
  • Öffentlichkeitsarbeit (NAN): Sandra von Davier, Sandra.von.Davier@Netzwerk-Ackerbau.de

Weitere Informationen sind in Kürze auf der Projektwebseite www.finka-projekt.de zu finden.

Förderer

Das Projekt FINKAtransfer wird gefördert mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.