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Niedersächsische Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategie

 

Die Partner des „Niedersächsischen Weges“ haben am 14.02.2023 die Niedersächsische Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategie verabschiedet und vorgestellt. Die Landesregierung, Umweltverbände und Vertreter der Landwirtschaft haben sich gemeinsam auf ein Bündel von Maßnahmen geeinigt. Dabei sind Instrumente des Ordnungsrechtes ebenso wie Anreize und Förderprogramme. Damit soll der Schutz von Arten, Natur und Gewässern weiter gestärkt und Gefahren, die von Pflanzenschutzmitteln für Menschen und Tiere ausgehen, abgewendet werden. Die Fläche, auf der Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden und die eingesetzte Menge sollen verringert werden. Ziel ist eine Reduktion in Niedersachsen bis 2030 von mindestens 25 Prozent. Der Wert bezieht sich auf den Durchschnitt der eingesetzten Pflanzenschutzmittel der Wirtschaftsjahre 2015/16 bis 2020/21.

Um auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten zu können, sind technische Innovationen notwendig, vielseitige Anbausystemen und digitale Präzision bei Planung und Ausbringung. Gezielte Beratung zum integrierten Pflanzenbau mit standortgerechter Sortenwahl und Fruchtfolge und dessen Vermittlung in der landwirtschaftlichen Ausbildung bis hin zur konsequenten Überwachung und Kontrolle der rechtmäßigen Aktivitäten im Pflanzenschutz werden immer wichtiger, um die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums sowie in der Publikation der Niedersächsischen Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategie.

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen erarbeitet die Umsetzung

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen erarbeitet seit April 2022 im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Niedersächsischen Weges und in Kooperation mit der Hansestadt Bremen eine Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie für die beiden Bundesländer. Der Fokus liegt dabei auf dem integrierten Pflanzenschutz und der Reduzierung der Intensität des Pflanzenschutzeinsatzes auf der Fläche. Dabei ist eine Reduzierungsmaßnahme in einer Kultur umso bedeutender, je größer der Anbauumfang der Kultur in Niedersachsen ist. Gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Praxis soll eine Strategie entwickelt werden. Dazu wird auf Demonstrationsbetrieben mit verschiedenen Schwerpunkten in den unterschiedlichen ackerbaulichen Regionen die Wirkung der Maßnahmen geprüft.

Weitere Informationen zu der Strategie und erste Versuchsergebnisse sowie eine Vorstellung der Demonstrationsbetriebe sind online zu finden.

Die Betriebe der Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie sind auch auf der Übersichtskarte des Ackerbauzentrums Niedersachsen aufgeführt, die eine umfassende und vollständige Darstellung der landwirtschaftlichen Demonstrationsbetriebe des Landes und des Bundes in Niedersachsen zeigt.