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Biodiversität in der Agrarlandschaft: Zwei erfolgreiche Projekte gehen in die Verlängerung

Die bundesweiten Projekte FInAL (Förderung von Insekten in der Agrarlandschaft) und F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) gehen in die nächste Phase. Beide Projekte sind auch in Niedersachsen vertreten.

Das Projekt FInAL betrachtet Landschaftsräume und will die Vielfalt, Biomasse und Funktionalität der Insektenwelt erhöhen. Dazu sollen nachwachsende Rohstoffe stärker in die Fruchtfolgen integriert und der integrierte Pflanzenschutz verstärkt umgesetzt werden. Eine der Untersuchungsregionen befindet sich am Elm in Niedersachsen. Dort haben in den letzten Jahren Landwirte aus der Region Helmstedt und Königslutter ihre Flächen für ein Insektenmonitoring zur Verfügung gestellt. Auf einer Fläche von zweimal 900 ha wurde eine Bestandserhebung gemacht. Nun werden in den nächsten drei Jahren auf einer der zwei Flächen Maßnahmen umgesetzt, die Insekten fördern sollen. Dazu gehören u.a. Blühstreifen, artenreicher Zwischenfruchtanbau, Mischkulturanbau und zwei, sich in Arbeitsbreite abwechselnde Kulturarten. Das Insektenmonitoring wird dabei fortgeführt und der Effekt dieser Maßnahmen erfasst werden. Projektpartner sind das Thünen-Institut, das Julius Kühn-Institut, das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Gefördert wird das Projekt von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V..

Im Verbundvorhaben F.R.A.N.Z. werden praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Naturschutzmaßnahmen auf bundesweit 10 Demonstrationsbetrieben entwickelt und erprobt. Einer der Betriebe befindet sich in der Lüneburger Heide. F.R.A.N.Z. wurde 2016 gestartet und ist auf 10 Jahre angelegt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank verlängert nun die Förderung um weitere drei Jahre. Damit geht das Projekt in die dritte Phase, in der die erprobten Maßnahmen ausgewertet werden, um deren Übertragbarkeit auf die breite landwirtschaftliche Praxis voranzutreiben. Die Projektleitung liegt bei den Initiatoren, der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz und dem Deutschen Bauernverband. Weitere Beteiligte sind die Thünen-Institute für Ländliche Räume, Betriebswirtschaft und Biodiversität, die Georg-August-Universität Göttingen, das Michael-Otto-Institut im NABU sowie die lokalen Landesbauernverbände und deren Kulturlandschaftsstiftungen. Am 29. November findet das 2. F.R.A.N.Z.-Symposium als Hybridveranstaltung (Übertragung auch per Livestream) statt, bei der auch die aktuellen Zwischenergebnisse aus dem Projekt präsentiert und diskutiert werden. Weitere Informationen zum Programm.