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Ergebnis-Transfer zu „Landwirtschaft und Wasserschutz“

Am 13. März 2024 fand im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover die 5. Informationsveranstaltung „Landwirtschaft und Wasserschutz“ im Rahmen der landesweiten Aufgaben zum kooperativen Trinkwasserschutz statt. Die Tagung wurde aus den Mitteln der Wasserentnahmegebühr des Landes Niedersachsen finanziert und informierte über Forschungsergebnisse zu ackerbaulichen Maßnahmen im vorbeugenden Grundwasserschutz.

Begonnen wurde mit den langjährigen, niedersächsischen Wasserschutzversuchen. Wolfgang Klahsen von der Düngebehörde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen präsentierte eine Auswahl an Versuchsergebnissen zu Auswirkungen verschiedener grundwasserschutzorientierter Bewirtschaftungsformen anhand des Ertrages und des Herbst-Nmin von Kulturarten in regionaltypischen Fruchtfolgen. Dr. Norbert Bischoff vom LBEG ergänzte die jeweils gemessene Nitratkonzentration im Sickerwasser. Anschließend stellte Mareike Beiküfner von der Hochschule Osnabrück Ergebnisse vom ökologisch bewirtschafteten Versuchsstandort Belm vor. Eine Übersicht der Versuchsstandorte in den unterschiedlichen Boden-Klima-Räumen Niedersachsens und die jeweiligen Versuchsberichte sind online abrufbar.

Über die Landesgrenze hinaus ging es im nächsten Teil der Veranstaltung: Dr. Burkhard Stever-Schoo vom Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius Kühn-Instituts stellte Ergebnisse aus dem Demonstrationsvorhaben „Multiparametrisches Monitoring von Nitratfrachten in der Landwirtschaft (MoNi)“ vor, das in acht Bundesländern durchgeführt wird. Dr. Margarete Finck vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Baden-Württemberg berichtete über ihre Erfahrung, den Herbst-Nmin als Kontrollinstrument für Wasserschutzgebiete zu nutzen. Dr. Josephine Bukowiecki aus der Abteilung Acker- und Pflanzenbau der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stellte Ergebnisse aus dem Verbundprojekt NEffMais vor, das sich mit der Optimierung der Stickstoffdüngung im Silomaisanbau befasst. Abschließend sprachen in einer Podiumsdiskussion Vertreter aus der Land- und Wasserwirtschaft sowie aus Politik und Beratung über die zukünftige Umsetzung die Landwirtschaft und den Wasserschutz in Einklang zu bringen.

Einen Veranstaltungsrückblick sowie die Präsentationen der Referenten finden Sie auf der Website der Düngebehörde Niedersachsens.

Die Standorte zu den Wasserschutzversuchen können im Rahmen von Feldtagen besucht werden. Die ersten Termine 2024 stehen bereits fest:

  • 22. Mai in Hamerstorf (Landkreis Uelzen)
  • 10. Juni in Schwüblingsen (Region Hannover)
  • 17. Juni in Schickelsheim (Landkreis Helmstedt)

Die langfristige Strategie der kooperativen Nährstoffverantwortung wird auf der „Nährstoffkonferenz 2024“ am 16. April 2024 in der Bezirksstelle Hannover der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover Ahlem diskutiert. Sie können sich noch bis zum 11.04.2024 online anmelden.